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Alltag

5 Mini-Strategien gegen Reizüberflutung im Alltag

Konkrete Mikro-Übungen, die du sofort ausprobieren kannst – ohne grosse Vorbereitung und ohne dass es jemand merkt.

12. Juni 2026 · 5 Min. Lesezeit

Warum Reize so erschöpfen

Viele neurodivergente Menschen filtern Sinnesreize weniger automatisch. Was für andere Hintergrund ist, ist für dich ein Vordergrund: das Brummen vom Kühlschrank, das Etikett im Pullover, die Leuchtstoffröhre im Migros.

5 Strategien für den Alltag

  1. Ohrstöpsel mit Filter (z.B. Loop). Sie nehmen nicht alles weg, sondern dämpfen nur die schärfsten Frequenzen.
  2. Eine Sinneszone schliessen. Kurz Augen zumachen, Sonnenbrille auf, in einem ruhigen Treppenhaus stehen.
  3. Reizpause vor Begegnungen. 5 Minuten Stille vor einem Termin bringen mehr als 20 Minuten danach.
  4. Texturen vorab planen. Kratzige Kleidung wird im Lauf des Tages unerträglich. Wähle morgens bewusst.
  5. Drittel-Regel. Plane Tage in Drittel: Reize / Erholung / Reize. Nie zwei reizintensive Blöcke hintereinander.

Wenn es trotzdem passiert

Du hast nichts falsch gemacht. Reizüberflutung ist eine körperliche Reaktion, kein Charakterfehler. Geh raus, trink Wasser, atme länger aus als ein.